Posts mit dem Label Musik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Musik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 29. November 2009

Ist ja jetzt ein Trending Topic, der Advent...

...da werde ich mich auch nicht verschließen ;) Ich gebe hiermit offiziell bekannt, dass auch im Hause Mirea/Lieblingsmensch heute ganz offiziell die Vorweihnachtszeit begonnen hat. Schuld daran sind vor allem zwei liebe Freunde, die uns heute zum Adventskaffee eingeladen haben. Dies löste bei mir natürlich einen Backzwang aus, der sich gerade im Ofen in Form eines Birnen-Walnuss-Kuchens mit weißer Schokolade manifestiert. Der Lieblingsmensch forderte sogleich vehement die Beschallung mit Weihnachtsliedern ein ("Aber schöne deutsche, nicht so einen amerikanischen Kitschpopscheiß!"), so dass wir jetzt die gute alte Weihnachtsliederplatte aus DDR-Zeiten und das erste Weihnachtsalbum der Kelly Family aus dem Jahr 1981 auf Kassette gehört haben. Schon alleine die Geräusche des Plattenspielers und des Kassettendecks lassen einen nostalgisch an frühere Zeiten und die Weihnachten der Kindheit denken...
Außerdem fordert der Lieblingsmensch (und ich gebe ihm Recht) einen Adventskalender, den wir also morgen schleunigst besorgen müssen, damit am Dienstag das erste Türchen aufgemacht werden kann. Einen Adventskranz haben wir noch nicht, wir sind aber auch nicht so die "Lichtel"-Menschen. Meistens läuft bei uns, wenn wir uns im Wohnzimmer aufhalten der Fernseher (ob nun mit Reality-Soap, Simpsons, Gilmore Girls, oder - meistens - einem guten Film), da passt einfach keine Kerze dazu, die wirkt dann ja gar nicht richtig. Vielleicht machen wir nochmal ne Ausnahme, falls mal Besuch kommt, aber vorerst ist der Adventskranz nicht auf dem Plan.
Bleibt noch Weihnachtsdeko. Sowas besitzen wir nur in homöopathischen Mengen - zwei gebastelte Weihnachtssterne, die ich mal geschenkt bekommen habe, ein Räuchermännlein (muss noch Räucherkerzen besorgen!), eine Plastiktischdecke mit Weihnachtsmännern und bestimmt ein bisschen italienischen Kitsch aus des Lieblingsmenschen alter Wohnung... Gibt aber auch wenig Fläche, wo man sowas hinstellen könnte, das ist also in Ordnung. Als ich vorhin vorschlug, diese Deko nun aufzustellen, protestierte der Lieblingsmensch. In Italien macht man das frühestens Anfang Dezember, eigentlich erst am 8. Ich werde ihn ein wenig runterhandeln, da hier ja schließlich am 6. schon Nikolaus ist, aber gut, die Deko bleibt noch ein paar Tage im Schrank.
Oh, es riecht gut, oh es riecht fein, der Kuchen wird bald fertig sein ;) Den überschüssigen Teig verarbeite ich dann noch zu vier Weihnachtsmuffins, die vermutlich meine Eltern bekommen werden, wenn ich ihnen nachher noch das versprochene Buch zurückbringe... Wenn ich rechtzeitig dran denke, gibts nachher noch Fotos!

Montag, 26. Oktober 2009

Prüfungsvorbereitung


So sah heute meine Mittagspause, zwischen zwei Übersetzerprüfungen, aus. Alles richtig gemacht, würde ich sagen. Tatsächlich kam im zweiten Prüfungsteil dann auch etwas dran, zu dem ich was in Newsweek gelesen hatte. Hab mich dennoch für ein anderes Thema entschieden: "What impact does the Internet have on music, literature and the Arts in general". Grins.

Achja, wie Ihr bemerkt habt, habe ich nach Day 1 nix mehr über den Besuch geschrieben. Vor allem, weil ich nicht dazu gekommen bin. Eine ganze Woche sind wir quer durch Berlin gelatscht, haben Sehenswürdigkeiten über Sehenswürdigkeiten (Medizinhistorisches Museum, Schloss Charlottenburg, Altstadt Spandau, Simon-Dach-Kiez ;) , Festival Of Lights etc. etc. etc.) gesehen, viel Geld für leckeres Essen und Getränke ausgegeben... An zwei Tagen musste ich krankheitsbedingt ein wenig zurückstecken, aber sonst war das Programm wirklich voll. Außerdem haben wir Ice Age I-II, Zurück in die Zukunft I-III und Herr Der Ringe I-III gesehen, ein Mal Badminton gespielt und waren auf der Uncle Sallys-Geburtstagsparty mit Blood Red Shoes und Maximo Park, auf einer Party bei einem Kumpel und im Berghain. Und schlafen musste ich ja auch noch.

Achja, hab ich Euch das schon gezeigt? Gabs neulich mal als spontane Mittagsmahlzeit - Hirse mit geraspelten Möhren, Käse, Basilikum und einem Schuss Olivenöl. Superlecker, supergesund, supernahrhaft. Super!


Apropos super, in dem ganzen Trubel bin ich noch gar nicht dazu gekommen, das neue Supershirt-Album zu reviewen. Habs auch erst zwei oder drei mal gehört... Muss ich noch nachholen. Auf jeden Fall: Hört mal rein!

Freitag, 16. Oktober 2009

Die wilden Rocker, die...

Ich bin kein übermäßig großer Mando Diao-Fan, die letzten beiden Alben habe ich gar nicht bzw. nur in Auszügen gehört. Trotzdem klicke ich Artikel in meinem Feedreader an, die von Ihnen handeln, schon allein um auf dem Laufenden zu bleiben. Der heutige Artikel in der Frankfurter Rundschau bietet kaum ungewöhnliches oder neues und wurde daher von mir auch nur grob überflogen. An einer Stelle aber blieb ich hängen:

Rockstar-untypisch mit nur 20 Minuten Verspätung hatten die fünf Musiker die Bühne betreten ­ unspektakulär über eine Seitentreppe.


Jetzt mal abgesehen davon, dass da ein Komma fehlt... Was hatte die Autorin denn bitte erwartet? Erstens beginnen die meisten Konzerte damit, dass sich die Musiker irgendwie von der Seite auf die Bühne bewegen, in den wenigsten Fällen spektakulär - es sei denn das Spektakel soll über Mängel in der musikalischen Qualität hinwegtäuschen oder es handelt sich um alte Helden à la Rolling Stones oder Bob Dylan. Und zweitens frage ich mich, was für ein Bild sie von Rockmusikern und ihren Konzerten hat.
Ich bin in den letzten 3 Jahren auf über 100 Konzerten (und in den 10 Jahren davor auf bestimmt 20) im Bereich Indie, Rock, Punk, Singer/Songwriter und Pop gewesen. Ab und an kommt es schon vor, dass ein Konzert nicht pünktlich beginnt. Ab und zu muss man schon 10 oder 15 Minuten warten. 20 Minuten sind meiner Meinung nach die absolute Ausnahme, weniger als 5 Minuten die Regel. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass das Touren heutzutage das Kerngeschäft im Musikbusiness ist, oder ob das wilde Rockstar-Sein schon immer nur ein Mythos war. Jedenfalls sind mehr als 20 Minuten Verspätung heutzutage definitiv nicht "Rockstar-typisch".
Jetzt hab ich mir nochmal den ganzen Artikel durchgelesen und weitere Klischees und Platitüden entdeckt: "ein Rockkonzert der Extraklasse", "Einen besseren Auftakt der "Give Me Fire!"-Tour hätten sich weder Band noch das rund 5000 Fans starke Publikum nicht wünschen können.", "Gekleidet in schlichte schwarze Anzüge, begannen sie ohne ein Wort mit dem Song [...]" (Hallo, welche Band redet bitte großartig bevor es losgeht?), "Insbesondere Norén wurde zum Star des Abend", "Norén gab den leicht überdrehten Rockstar, aber mit einer angenehmen Prise Selbstironie.", "Beiden war anzumerken, wie viel Spaß ihnen die eigene Musik macht. Das übertrug sich aufs jubelnde Publikum: das tanzte geschlossen das gesamte Konzert mit und wurde am Ende noch mit drei Zugaben belohnt."
Der Ablauf scheint mir im Grunde alles wenig überraschend, aber für die Autorin scheinbar doch so bemerkenswert, dass sie diese Fakten nennen muss. Naja, wahrscheinlich musste einfach ein Text produziert werden, um die Plätze auf der Gästeliste zu rechtfertigen. Hab ich selber auch schon gemacht - ich hoffe nur, etwas besser ;)
Jedenfalls glaube ich, dass sich die dpa lieber auf ihre Kernkompetenzen (Politik, Wirtschaft etc.) konzentrieren sollte und das Schreiben über Musik den Profis überlassen sollte.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Couchtag

Gestern war ein wirklicher, echter, richtiger Faultag. Völlig geplättet vom freitäglichen Kneipenbummel in Kreuzberg (und dabei hatte ich außer einem Dju Dju nichts alkoholisches zu mir genommen), nahm ich meine Müdigkeit, das Ekelwetter, eine leichte Blasenentzündung und diverse Erkältungserscheinungen zum Anlass, mir einen kompletten Tag auf der Couch zu gönnen. Meine Hauptbeschäftigung dabei war die John-Lennon-Biografie, die ich gerade lese. Im Verlauf des Tages "bestritt" ich dabei die Zeit in Hamburg, die ersten Erfolge in Liverpool und Schottland, den ersten Plattenvertrag und die beginnende Beatlemania. Vieles kannte ich schon, anderes war mir, zumindest in dieser Detailgenauigkeit noch neu und so konnte ich mich nicht einmal für das WM-Qualifikationsspiel Deutschland-Russland von dem Buch losreißen. Das schafften erst die Stones in Shine A Light um 20:15 auf 3Sat ;)
Nichtsdestotrotz kann man diesem Buch auch einige Schwächen vorwerfen - mitunter wird ein wenig schmutzige Wäsche gewaschen, was mich besonders bei Lennons ausschweifenden Frauengeschichten ärgert, wenn ich mir überlege, dass die meisten der besagten Frauen ja noch am Leben sind. Aber was will man auch machen, sowas gehört zum Leben dazu und der gute Lennon selbst ist seit fast 30 Jahren tot. Merkt Euch, liebe Blogleser, lasst Euch nicht mit Berühmtheiten ein, das wird irgendwann mal in einem Buch breitgetreten und dann lesen es arme kranke Blogschreiberinnen Sonntags aufm Sofa ;)
Was mich noch stört, ist dass der Autor bei der Hamburger Zeit ein bisschen gründlicher hätte sein können. Immerhin hat er scheinbar Interviews mit Zeitzeugen geführt oder zumindest zitiert, dann hätte er auch mal darauf achten können, die deutschen Wörter korrekt wiederzugeben, wir sind doch nicht mehr in den 60er Jahren - eine kurze Recherche im Internet hätte weitergeholfen. Zum Beispiel redet er von den "Schwülen laden", wo er wohl eigentlich "Schwulenläden" meint, oder "schwule Läden". In dem Fall wohl nur eine Ungenauigkeit, aber an anderer Stelle behauptet er, dass das deutsche Publikum nicht genau wüsste, was sie bei der Plakatierung "Beatles" an einem Stripclub auf der Reeperbahn erwarten würde, weil das angeblich an das Wort "peedle" erinnern würde (das ich noch nie gehört habe), was soviel wie Schniedel bedeute. Aaaaaaahja. Ich glaube, wenn es da ein Missverständnis gab, dann bestimmt, weil das Publikum Stripperinnen mit Namen "Beate" erwarteten oder so etwas. Genauso ging es mir nämlich, als ich den Namen das erste mal las, ohne schon englisch zu können. Also nicht, dass ich Stripperinnen erwartet hätte, aber ich las "Bee-aaa-tles". Erst als Mama dann sagte, "Das heißt Beatles", wusste ich um wen es ging. (Diese Begebenheit ereignete sich übrigens bei einem Hiddensee-Urlaub 1988 oder 1989, als ich also 5 oder 6 war. Sagt einiges über mein Elternhaus, oder?)

Donnerstag, 24. September 2009

Kreativer Kommentar zu #uasy

Wer nicht weiß, worum es geht, liest hier nach: Und alle so "Yeaahh". Dem wirds allerdings auch nicht so viel sagen und so gefallen, wie denen, die Bescheid wissen. Jedenfalls hat Lukas nochmal einen schönen reflektorischen Kommentarsong zu #uasy geschrieben und aufgenommen und ich finde den richtig gut und auf lange Sicht kulturell wertvoller, als die bisher zu diesem Thema verfassten Musiken. Zu hören gibts den hier. (Mit ohne Virus!)

Etwas älter, aber sehr aktuell

Der ultimative Beitrag zum Thema Guido Westerwelle:




SCHWARZ-GELB verhindern!

Freitag, 18. September 2009

Ein bisschen New Orleans

Ich bin mir nicht sicher, ob die Assoziation New Orleans wirklich passt, aber ich fühlte mich gestern Nachmittag/Abend irgendwie dorthin versetzt, zumindest in das New Orleans aus Love Song for Bobby Long. Ich saß auf einem S-Bahnsteig, vertieft in mein Buch und von links, rechts und vorn kam Musik. Links saß ein, sagen wir mal, Junge mit einer Mundharmonika und blueste for sich hin. Rechts, ein paar Meter weiter, trommelte jemand afrikanische Rhythmen und geradeaus klapperte der Imbissbudenbesitzer mit einem Blech. Ob gewollt oder nicht, die drei Geräusche vermischten sich und passten ihre Rhythmen aneinander an. Die Sonne schien mir ins Gesicht and the living was easy...