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Samstag, 24. April 2010

Bewegte Bilder zum Wochenende

Es ist Wochenende und wir haben viel vor. Nach After-Kneipenquiz-Ausschlafen und gemütlichem Frühstück werde ich den Tag gleich mit einer ausgiebigen Badewannenliegung fortsetzen und danach mit Lieblingsmensch und einer italienischen Gästin die Berliner Innenstadt unsicher machen. Der Lieblingsmensch wird seine Fähigkeiten als Stadtführer ein weiteres Mal unter Beweis stellen. Für den Abend prognostiziere ich eine noch ungeplante Aktivität in Berlins Kneipen und morgen steht dann Daddys Geburtstag an. Insofern halte ich mich mit dem Schreiben etwas zurück und gebe Euch stattdessen was zu gucken. Bewegte Bilder mit Vor- und Hauptfilm.

Zum Einstieg etwas kurzes, prägnantes, politisches zum Thema Netzsperren und Zensursula:



Und dann, um im Internetthema zu bleiben, den Mitschnitt der Twitterlesung auf der diesjährigen re:publica. Habe ich selbst noch nicht komplett gesehen, aber vielleicht erklärt es ja dem einen oder anderen, warum manche Leute eben twittern und wozu das Ganze eigentlich gut sein soll. Bitteschön:



Wenn Ihr das Ganze nicht heute schaut, sondern Euch an der Menschenkette gegen die Laufzeitverlängerung bei deutschen Atomkraftwerken beteiligt, bin ich Euch nicht böse ;)

Donnerstag, 22. April 2010

Zwischendurch kurz: Yay me!

Mir scheint, meine Blog-Abstinenz ist mal wieder lang genug geworden. Beim Lesen von Kollegen bekomme ich spontane Lust, mich doch endlich wieder mal zurückzumelden und wieder Teil der bloggenden Community zu werden. Versuchen wir's also - für Ermutigungen in Form von Mango-Schokolade bin ich immer gerne zu haben ;)

Im Moment läuft bei mir alles recht gut und in jedem Lebensbereich in so genannten "Baby Steps". Das System stammt von der FlyLady. Diese nette Dame bzw. ihre Mitstreiter, Community usw. begleiten mich jetzt schon seit einigen Wochen mit täglichen aufmunternden E-Mails und Arschtritten, deren Kurzphilosophie (u.a. alles in kleinen, schaffbaren Schritten zu erledigen, Routinen einzuüben, geduldig und nicht perfektionistisch zu sein, dem Do-it-now-Prinzip und "You can do anything for 15 minutes") schon dafür gesorgt hat, dass unsere Wohnung momentan aufgeräumt ist und - zumindest auf den ersten oberflächlichen Blick hin - blitzt und strahlt, also Besuch-empfangsbereit ist. Dazu kommt eine gewissere innere Gelassenheit, die sich auch auf andere Lebensbereiche erstreckt. Insgesamt eine tolle Sache, mit der ich mich noch viel länger beschäftigen werde und die ich eigentlich fast jedem, den ich kenne, ans Herz legen würde. Aber Missionieren war ja noch nie mein Ding. ;)

Ein anderes großes Projekt ist das der Jobsuche, das momentan auch auch auf einem guten Weg zu sein scheint. Ich bitte um gedrückte Daumen, dann kann ich vielleicht schon nächste Woche damit anfangen, mit zweien meiner Lieblingsbeschäftigungen - im Internet surfen und kurze Texte verfassen - echtes regelmäßiges Geld verdienen! Schön wärs!

Der dritte Bereich, der in Babysteps vorangeht, das ist der mit mir und dem Lieblingsmensch. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, könnte man passenderweise sagen. (Passend, weil wir eine sehr eichhörnchenaffine Gemeinschaft sind.) Wird schon werden, hoffe ich.

Also: Grundstimmung positiv. Und: Ich blogg demnächst mehr! Und Ihr so?

Montag, 26. Oktober 2009

Prüfungsvorbereitung


So sah heute meine Mittagspause, zwischen zwei Übersetzerprüfungen, aus. Alles richtig gemacht, würde ich sagen. Tatsächlich kam im zweiten Prüfungsteil dann auch etwas dran, zu dem ich was in Newsweek gelesen hatte. Hab mich dennoch für ein anderes Thema entschieden: "What impact does the Internet have on music, literature and the Arts in general". Grins.

Achja, wie Ihr bemerkt habt, habe ich nach Day 1 nix mehr über den Besuch geschrieben. Vor allem, weil ich nicht dazu gekommen bin. Eine ganze Woche sind wir quer durch Berlin gelatscht, haben Sehenswürdigkeiten über Sehenswürdigkeiten (Medizinhistorisches Museum, Schloss Charlottenburg, Altstadt Spandau, Simon-Dach-Kiez ;) , Festival Of Lights etc. etc. etc.) gesehen, viel Geld für leckeres Essen und Getränke ausgegeben... An zwei Tagen musste ich krankheitsbedingt ein wenig zurückstecken, aber sonst war das Programm wirklich voll. Außerdem haben wir Ice Age I-II, Zurück in die Zukunft I-III und Herr Der Ringe I-III gesehen, ein Mal Badminton gespielt und waren auf der Uncle Sallys-Geburtstagsparty mit Blood Red Shoes und Maximo Park, auf einer Party bei einem Kumpel und im Berghain. Und schlafen musste ich ja auch noch.

Achja, hab ich Euch das schon gezeigt? Gabs neulich mal als spontane Mittagsmahlzeit - Hirse mit geraspelten Möhren, Käse, Basilikum und einem Schuss Olivenöl. Superlecker, supergesund, supernahrhaft. Super!


Apropos super, in dem ganzen Trubel bin ich noch gar nicht dazu gekommen, das neue Supershirt-Album zu reviewen. Habs auch erst zwei oder drei mal gehört... Muss ich noch nachholen. Auf jeden Fall: Hört mal rein!

Sonntag, 18. Oktober 2009

Die befriedigendste der Speisen...

...zumindest vom haptischen, oft aber auch vom gustatorischen Standpunkt aus, ist für mich die asiatische Reisnudelsuppe. Man mische selbst gewählte Zutaten, koche sie in einer leckeren Brühe, würze mit was-auch-immer-man-will, hauptsache asiatisch und schmeiße am Ende leckere gekochte Reisnudeln dazu. Dann kann man das superheiße Zeug löffeln oder schlürfen, die Stückchen einzeln rauspicken und zwischendurch immer wieder mit Stäbchen (oder für Anfänger Gabel ;)) nach den Nudeln greifen, sie in den Mund stecken und den herunterhängenden Rest reinzuzeln. Ist ein bisschen wie früher Spaghetti mit Tomatensauce, aber mit noch mehr Schlabberpotential aufgrund dünnflüssigerer Umgebung. Und mit den richtigen Zutaten ist das Ganze auch noch suuuuupergesund. Unsere Anti-Erkältungssuppe heute:

  • Hühnerbrühe
  • Dulse-Algen
  • Ingwerstücke
  • Meerrettich
  • Koriandergrün
  • Reisnudeln!!!!!!
Oh war das gut. Danach waren wir aufgewärmt, gut genährt und hoffentlich immungestärkt. Beim nächsten Mal mach ich ein Foto ;)

Donnerstag, 15. Oktober 2009

The Carnival Queen

Ein Bekannter von mir, der meistens "nur" als Aushilfe in der Filmbranche arbeitet, aber gleichzeitig an seiner Karriere als Drehbuchautor arbeitet (und Unmengen Konzerte in ganz Europa besucht und Karten dafür bei ebay kauft und verkauft, aber das nur nebenbei *g*), hat vor ein paar Jahren einen ersten Kurzfilm geschrieben, gedreht und produziert, den man sich jetzt im Internet ansehen kann. Ich war einigermaßen beeindruckt und deswegen möchte ich Euch den nicht vorenthalten. Wenn Ihr Euch zu Vimeo durchklickt, könnt Ihr ihm Eure Kommentare dazu hinterlassen (bitte auf Englisch, der Gute kommt aus Belfast).

THE CARNIVAL QUEEN from David McCrea on Vimeo.



Vielleicht verschafft er mir ja mal nen Job am Set, wenn ich genug Werbung für ihn mache? ;)

Mango-Content

Das muss jetzt einfach sein, ein bisschen Mango-Content für Mirea. Ich bitte Euch alle, Euch diesen Blogeintrag auf Kulinaria Katastrophalia durchzulesen - übrigens auch ein sehr empfehlenswertes Blog, das fängt beim Header-Bild an, geht über die genialen Überschriften bis hin zu den leckeren Inhalten. Lest das:

Der Unnützlichkeit Trieb bevorzugende Kauf- und Handhabungsmöglichkeiten zeitigten sich zwar nicht akkurater Schnitttechnik, dennoch erwies sich damit die Einleitung der Großfruchtgewächssaison nicht minder schlecht und nachfolgend war der dezente daraus folgende Geschmack appretierenderweise wieder im Einklang, um eine Zwischendurchkredenzung zu Tisch zu bringen (Käse fehlt)

Ja, so lautet der Titel des Eintrags. Ich möchte noch kurz auf das charmante Wort "appretierenderweise" hinweisen. Einfach großartig, ebenso wie der lakonische Hinweis "Käse fehlt" am Ende. Vielleicht wird das ja in ein paar Jahren was mit dem Literaturnobelpreis ;)

Sonntag, 11. Oktober 2009

Couchtag

Gestern war ein wirklicher, echter, richtiger Faultag. Völlig geplättet vom freitäglichen Kneipenbummel in Kreuzberg (und dabei hatte ich außer einem Dju Dju nichts alkoholisches zu mir genommen), nahm ich meine Müdigkeit, das Ekelwetter, eine leichte Blasenentzündung und diverse Erkältungserscheinungen zum Anlass, mir einen kompletten Tag auf der Couch zu gönnen. Meine Hauptbeschäftigung dabei war die John-Lennon-Biografie, die ich gerade lese. Im Verlauf des Tages "bestritt" ich dabei die Zeit in Hamburg, die ersten Erfolge in Liverpool und Schottland, den ersten Plattenvertrag und die beginnende Beatlemania. Vieles kannte ich schon, anderes war mir, zumindest in dieser Detailgenauigkeit noch neu und so konnte ich mich nicht einmal für das WM-Qualifikationsspiel Deutschland-Russland von dem Buch losreißen. Das schafften erst die Stones in Shine A Light um 20:15 auf 3Sat ;)
Nichtsdestotrotz kann man diesem Buch auch einige Schwächen vorwerfen - mitunter wird ein wenig schmutzige Wäsche gewaschen, was mich besonders bei Lennons ausschweifenden Frauengeschichten ärgert, wenn ich mir überlege, dass die meisten der besagten Frauen ja noch am Leben sind. Aber was will man auch machen, sowas gehört zum Leben dazu und der gute Lennon selbst ist seit fast 30 Jahren tot. Merkt Euch, liebe Blogleser, lasst Euch nicht mit Berühmtheiten ein, das wird irgendwann mal in einem Buch breitgetreten und dann lesen es arme kranke Blogschreiberinnen Sonntags aufm Sofa ;)
Was mich noch stört, ist dass der Autor bei der Hamburger Zeit ein bisschen gründlicher hätte sein können. Immerhin hat er scheinbar Interviews mit Zeitzeugen geführt oder zumindest zitiert, dann hätte er auch mal darauf achten können, die deutschen Wörter korrekt wiederzugeben, wir sind doch nicht mehr in den 60er Jahren - eine kurze Recherche im Internet hätte weitergeholfen. Zum Beispiel redet er von den "Schwülen laden", wo er wohl eigentlich "Schwulenläden" meint, oder "schwule Läden". In dem Fall wohl nur eine Ungenauigkeit, aber an anderer Stelle behauptet er, dass das deutsche Publikum nicht genau wüsste, was sie bei der Plakatierung "Beatles" an einem Stripclub auf der Reeperbahn erwarten würde, weil das angeblich an das Wort "peedle" erinnern würde (das ich noch nie gehört habe), was soviel wie Schniedel bedeute. Aaaaaaahja. Ich glaube, wenn es da ein Missverständnis gab, dann bestimmt, weil das Publikum Stripperinnen mit Namen "Beate" erwarteten oder so etwas. Genauso ging es mir nämlich, als ich den Namen das erste mal las, ohne schon englisch zu können. Also nicht, dass ich Stripperinnen erwartet hätte, aber ich las "Bee-aaa-tles". Erst als Mama dann sagte, "Das heißt Beatles", wusste ich um wen es ging. (Diese Begebenheit ereignete sich übrigens bei einem Hiddensee-Urlaub 1988 oder 1989, als ich also 5 oder 6 war. Sagt einiges über mein Elternhaus, oder?)

Freitag, 9. Oktober 2009

Mich gibts noch!

Nicht, dass ihr denkt ich schreib hier nix mehr und werd genauso faul wie in meinem alten Blog. Ich hab schon mehrere Themen im Kopf, die ich demnächst aufschreiben und loswerden oder zur Diskussion stellen will. Und es geht darin auch gar nicht um Politik - obwohl, vielleicht ein kleiner Kommentar über Barack Obama und seinen Nobelpreis... ;) - sondern hauptsächlich um mich selbst (ich Egoist) bzw. Dinge, die mit mir und meinem Leben und dem Leben an sich und überhaupt zu tun haben. Nur komme ich grad gar nicht dazu, weil mich das schlechte Gewissen plagt. Eigentlich müsste ich nämlich was ganz anderes schreiben - für Geld - und kann mich schon dazu kaum durchringen, weil mein Körper mir ein paar Steine in den Weg legt, die ich erstmal zumindest zur Seite rollen muss. Aber neue Inhalte werden bald kommen, ich hoffe sehr auf dieses Wochenende!

In der Zwischenzeit möchte ich noch schnell einen Blog empfehlen, in dem es um die Erasmus-Erfahrungen zweier Deutscher in Rom geht: Impariamo Italiano (zu deutsch: "Wir lernen italienisch"). Aber nicht vergessen, auch bei mir wieder vorbeizuschauen!!! :)

Donnerstag, 24. September 2009

Kreativer Kommentar zu #uasy

Wer nicht weiß, worum es geht, liest hier nach: Und alle so "Yeaahh". Dem wirds allerdings auch nicht so viel sagen und so gefallen, wie denen, die Bescheid wissen. Jedenfalls hat Lukas nochmal einen schönen reflektorischen Kommentarsong zu #uasy geschrieben und aufgenommen und ich finde den richtig gut und auf lange Sicht kulturell wertvoller, als die bisher zu diesem Thema verfassten Musiken. Zu hören gibts den hier. (Mit ohne Virus!)

Etwas älter, aber sehr aktuell

Der ultimative Beitrag zum Thema Guido Westerwelle:




SCHWARZ-GELB verhindern!

Sonntag, 20. September 2009

Empfehlungen

In letzter Zeit sind mir mal wieder einige Kulturderivate aufgefallen, die ich mit vollem Ernst weiterempfehlen kann. Das tue ich hiermit:

  • Nick Hornby - Juliet, Naked ist mindestens so gut, wie zu erwarten war. Das neue, vorsichtig an die neuen Zeiten angepasste High Fidelity für all die Leute, die beim Original schon begeistert waren. Hat mich zwei Fahrten Berlin-Potsdam hin und zurück gekostet, zeitmäßig. Ganz groß!
  • Jürgen Kuttner - Die Geburt des radikalen Islamismus aus dem Hüftspeck des deutschen Schlagers ist die zu Papier gebrachte Version der legendären Videoschnipselvorträge. Aufgrund seiner schönen Unterteilung in kurze Kapitelchen liegt es derzeit bei uns als Klolektüre herum und wurde heute morgen von einem Übernachtungsgast ausgiebig gelobt, der nach nur 3-4 Stunden Schlaf seine morgendliche Sitzung deutlich verlängert hat, obwohl Herr Kuttner als Dr. phil. einen Stil hat, für den man eigentlich ausgeschlafen sein müsste.
  • Stilles Chaos ist ein großartiger Film, aus soooo vielen verschiedenen Gründen. Ich lese inzwischen das Buch, über das ich mein Abschlussurteil noch nicht gefällt habe. Bis jetzt bin ich aber sehr begeistert!